Die Große Brennessel (Urtica dioica) …

… auch Hanfnessel, Donnernettel, Zingel, Große Neddeln und Tissel genannt gehört zur Familie der Brennnesselgewächse und ist weltweit in den gemäßigten Klimazonen mit 30 Arten und in Mitteleuropa mit vier Arten verbreitet. Die anspruchslose, mehrjährige, ausdauernde Pflanze wächst bevorzugt an Bahndämmen, Böschungen, Wald- und Wegrändern sowie auf Schuttplätzen. Die Große Brennessel ist Nahrungsgrundlage für verschiedene Schmetterlingsarten, Heil- und Gemüsepflanze und die Brennnesselfaser ist Rohstoff für Ökotextilien.

Die Große Brennessel und ihre Verbreitung

Ihre Verbreitung erfolgt vegetativ über Rhizomen und generativ über ihre lichtkeimenden Samen. Die Wuchshöhe der zweihäusigen Pflanze variiert, je nach Standort und Nährstoffangebot zwischen 30 und 300 cm. Der aufrechte, 3 bis 5 mm starke, kantige und unverzweigte Stängel ist innen hohl und mit Brennhaaren besetzt. Die Blätter der großen Brennessel sind gegenständig angeordnet und die Blattstiele sind weniger als ein Drittel so lang wie die ungeteilte, herzförmige, zugespitzte Blattspreite. Die am Rand gezähnten Blätter sind oberseitig dunkelgrün und unterseitig behaart und können eine Länge von 6 bis 20 cm sowie eine Breite von 2 bis 13 cm erreichen. Die Blätter und die linearisch-pfriemlichen Nebenblätter sind zum Teil mit Brennhaaren besetzt.

Die eingeschlechtigen Blüten sind unscheinbar grün und bestehen aus rispigen Blütenständen mit 4 Blütenhüllblättern. Die männlichen Blüten sind aufrechtstehend, mit bis zur Mitte gespaltenem Perigon, die weiblichen Blüten mit dem oberständigen Fruchtknoten sind hängend oder zurückgezogen. Die äußeren Hüllblätter sind schmal, spatel- oder lanzettenförmig und 0,8 bis 1,2 mm lang. Während die inneren 14 bis 1,8 mm langen und 1,1 bis 1,3cm breiten Hüllblätter eiförmig sind. Die grünen bis bräunlichen Früchte sind eiförmig und 1 bis 1,3 mm lang sowie 0,7 bis 0,9 mm breit und haben eine Tausendkornmasse von ca. 0,14 g. Die Große Brennessel enthält die Vitamine A, E und B- Vitamine, Carotiniode und Flavonoide sowie essentielle Mengen- und Spurenelemente. In den Brennhaaren sind Ameisen-, Butter und Essigsäure sowie Histamin, Serotonin und Acetylcholin enthalten.

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